Wovon wir Menschen leben


Rein rechnerisch stehen jedem von uns 7,4 Milliarden Menschen 2000 m2 Ackerland zur Verfügung, um sich zu ernähren und zu kleiden. Das erscheint nicht wenig – wer einen Gemüsegarten von 2000 m2 pflegt, weiß, dass eine Person allein in einer Saison das nicht essen kann.

Doch wie sieht es aus, wenn man den Supermarkt vergisst, die Tiefkühlprodukte, die importierten Tomaten und Äpfel im Winter, das Olivenöl aus Griechenland und den Kaffee aus Äthiopien – wenn wirklich, wirklich alles, was man im Jahr zum Leben benötigt – ja, auch im Winter! – von den 2000 m2 Fläche kommen muss, die einem zustehen? Dazu gehören auch die Fasern, aus denen die Hemden, Hosen, Decken und Betten gamacht sind, die Häute für Schuhe und Handschuhe – wovon werden die Tiere ernährt, die uns Wolle, Federn und Häute schenken?

Seit 2014 macht die die Initiative der Weltgärten Menschen mit dem Thema vertraut. Der Allmendhof geht nun der Aufgabe nach, die Theorie in der Praxis zu überprüfen: Können eine nennenswerte Anzahl von Menschen unter den gegenwärtigen klimatischen Bedingungen von den kargen Böden in Vorpommern unter Weglassung intensiver Technik ganzjährig davon leben, was ihnen die je 2000 m2 Boden liefern? Was bedeutet das für die Art ihrer Lebensführung?

Unser Forschungsprojekt ist auf viele Jahre angelegt. Es beginnt jetzt, im Frühjahr 2018. In den nächsten Wochen werden wir diese Webseiten nach und nach mit Informationen füllen. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf dieser Reise begleiten.